hocvs pocvs

2014


die im „fokvs“ entdeckte enTgültige form wird gedanklicher ausgangspunkt für das „hokvs pokvs“ buch. dort werden die beiden wörter überlagert. durch das einbeziehen der vertikalen und horizontalen spiegelungen ergeben sich pro wort vier möglichkeiten und in der kombination also 16. dieser spiegelapparat löst die lesbarkeit und nachvollziehbarkeit fast völlig auf und hat einen erheblich enigmatischeren charakter zur folge. aus den buchstaben werden jetzt hieroglyphen oder magische runen. der aspekt der choreographie ist hier virulenter; aus den 16 möglichkeiten werden 10 ausgewählt und in eine willkürliche(!) reihenfolge gebracht. diese setzung ist das künstlerischste der ausführung. ansonsten könnte man die vogtsche vorgehensweise als „komponieren vor dem komponieren“ kennzeichnen, da die ganze material-disposition und -organisation determiniert ist. ein auktoriales prinzip weist der "hokus pokus" so von sich und ist zugleich prozessuales system und werk. er meint nur die einstellung (programmierung) von apparaten, welche dann mit geisterhafter logik die schattenebene der enTgültigen form erzeugen. eine dynamische sackgasse von höchster vitalität. exzesshafte präsenz durchdrungen von kontemplativer paranoia.


einfarbiger siebdruck , 100 seiten.